IPL-Behandlung

IPL "Intense Pulsed Light"

IPL ist die Weiterentwicklung der Lasertechnik. Im Gegensatz zur Laserhaarentfernung wird mit weniger Energie gearbeitet. Dadurch wird die Haut weniger belastet. Die Applikatorfläche ist größer, somit ergeben sich kürzere Behandlungszeiten. Schwarze bis hellblonde Haare können fast gleichermaßen behandelt werden.

IPL-Behandlung

Bei der IPL Behandlung werden großflächig die Haarwurzeln durch eine kurzfristige Erwärmung mit einem Lichtblitz verödet. Nach der Behandlung ist die Haut etwas gerötet und es können sich kleine Bläschen um das Haar bilden (speziell bei sehr dicken und dunklen Haaren). Diese Reaktion ist erwünscht und bildet sich nach 2 - 3 Stunden zurück. Das Haar fällt nach einigen Tagen aus und wächst nicht mehr nach. Die Wellenlänge des Lichtes liegt im infraroten Bereich und ist für die Haut und Zellen nicht schädlich (im Gegensatz zum UV - Licht). Durch den Effekt der "Tiefenwärme" wird oft von einem "Verjüngungseffekt" der Haut (speziell im Gesicht) berichtet. Es befinden sich nicht alle Haare immer in der gleichen Wachstumsphase. Die Technik funktioniert nur, wenn sich das Haar in der sogenannten "anagenen Phase" befindet. Das sind ca. 20 - 30% der Haare. Durch 6 - 9 Behandlungen in Abständen von ca. 6 – 11 Wochen (je nach Region) wird ein dauerhafter Erfolg erzielt. Die Anzahl der Behandlungen variiert von Person zu Person (jeder Körper spricht anders an). Allgemein kann man jedoch davon ausgehen, dass dunkle, eher stärkere Haare besser zu entfernen sind und die Behandlung auch besser funktioniert, je heller die Haut ist. Es können alle Körperregionen behandelt werden. Bitte beachten Sie, dass zur Behandlung die Haarwurzeln intakt sein müssen. Die Haare dürfen rasiert, jedoch nicht epiliert sein.

Allgemeine Informationen zur IPL-Behandlung

Haare werden (besonders bei Frauen) in bestimmten Körperbereichen als unästhetisch und störend empfunden. Dies sind beispielsweise die Achselhöhlen, die Beine, der Schambereich, der Rücken, die Brust oder der Bauch. Vor allem auch im Gesicht können Haare ästhetisch negativ auffallen, sie treten z.B. an Oberlippe und Kinn stark in Erscheinung. Haare sind mit wenigen Ausnahmen an allen Hautstellen des menschlichen Körpers vorhanden. Ausnahmen bestehen lediglich an der Handfläche, an der Fußsohle und an bestimmten Stellen des Genitalbereichs. Individuell kann eine sehr unterschiedliche Stärke der Körperbehaarung vorliegen. Männliche Geschlechtshormone (Testosteron) verstärken das Haarwachstum am Körper. Ein unnatürlich erhöhter Haarwuchs bei Frauen wird als Hirsutismus bezeichnet. Hirsutismus kann erblich sein, aber auch durch eine vermehrte Testosteronausschüttung bedingt sein. Hier muss vor der Behandlung jedenfalls ein Hautarzt konsultiert werden, um die Ursache festzustellen. Insbesondere muss ein hormonproduzierender Tumor ausgeschlossen werden. Neben den nicht dauerhaften Methoden wie waxen, rasieren, epilieren oder die Haarentfernung mit chemischen Cremen stellt die IPL (intense pulsed light) Technik eine echte Alternative dar! IPL ist quasi die Weiterentwicklung der Lasertechnik. Im Vergleich zur Lasertechnik wird mit geringerer Energie gearbeitet und die Applikatorfläche ist größer. Es muss für die IPL-Haarentfernung keine Betäubung erfolgen, da nur sehr geringe Schmerzen auftreten. Durch das Pulslicht wirkt Energie auf das im Haar vorhandene Pigment (Melanin) ein. Dadurch sterben die Haarwurzeln ab. Vor allem dunkle Haare können sehr gut behandelt werden, da die Wirkung über die Pigmente funktioniert. Sehr helle Haare lassen sich mit der IPL Technik nur mühsam beseitigen. Die Behandlung muss im Regelfall mehrfach wiederholt werden, damit eine Haaraussprossung dauerhaft verhindert wird.

Komplikationen

Durch die IPL Behandlung ist der Hautbereich zunächst gerötet und gereizt. Es können kleine Bläschen und am nächsten Tag schwach ausgeprägte Krusten entstehen. Im Normalfall verschwinden sie nach kurzer Zeit. Es kommen, vor allem bei dunklerer Haut, auch Pigmentveränderungen vor, ebenfalls meist nur vorübergehend. Falls Hautkrankheiten, z.B. Herpes oder Akne, bestehen, können diese durch die Lichteinwirkung sichtbar oder verstärkt werden.

Wirkung

Der vom Computer gesteuerte Lichtblitz wird mit speziellen Filtern auf den Wirkbereich des Melanins (Haarfarbstoff) eingestellt. Er dringt mehrere Millimeter in die Haut ein und wird von den dunklen Haarwurzeln absorbiert. Die für den Bruchteil einer Sekunde entstehende Wärme verödet die Haarwurzel dauerhaft. Das Haar fällt nach einigen Tagen aus und wächst nicht mehr nach. Direkt nach der Therapie mit der Blitzlampe ist meist noch kein Resultat sichtbar, sondern oft erst nach 2 - 3 Wochen. Die Haare fallen dann schmerzfrei aus. Es werden pro Sitzung immer nur jene Haarwurzeln verödet, welche sich gerade in der Wachstumsphase (anagenen Phase) befinden. Das sind je nach Region ca. 20 – 30% der Haare. Je nach Haarpigmentierung, Haardicke und Hautbeschaffenheit können somit fünf bis acht oder mehr Behandlungen erforderlich sein.

Vor der Behandlung

Ab einem Monat vor der Haarentfernung durch IPL sollte die Haut keiner intensiven Sonnenbestrahlung mehr ausgesetzt werden, da die UV Einwirkung das Risiko für Pigmentstörungen erhöht. Außerdem würde gebräunte Haut das Licht ebenfalls absorbieren. Damit wäre das Schmerzempfinden höher und die Wirkung geringer. Im selben Zeitraum dürfen die Haare auch nicht epiliert werden. Die Haarwurzeln müssen intakt sein. Die Haare sollten beim Erstbesuch nicht rasiert sein, damit sich der Behandler ein genaues Bild machen kann, um die nötigen Parameter (Haardicke, Haarfarbe, Hauttyp, etc.) am IPL Gerät einstellen zu können. Für die weiteren Behandlungsbesuche ist eine Rasur 1 – 2 Tage vor der Behandlung empfehlenswert.

Die Behandlung

Zunächst findet ein umfassendes Beratungsgespräch statt. Danach erklärt sich der Besucher einverstanden und füllt ein Kundendatenblatt aus. Nachdem sich der Behandler ein genaues Bild gemacht hat, werden die Haare rasiert. Danach werden Muttermale, Tatoos, etc. abgedeckt und die Zonen markiert. Anschließend trägt der Behandler eine Gelschicht auf das Areal auf und rastert mit dem IPL Applikator die Haut ab. Je nach Region dauert die Behandlung ca. 15 – 150 Minuten. Bei der Behandlung wird eine spezielle abdunkelnde Brille getragen. Danach wird das IPL Gel entfernt, die Haut gereinigt und ein kühlendes, pflegendes Gel einmassiert.

Nach der Behandlung

Direkt nach der Behandlung sollte der behandelte Hautbereich kühl gehalten werden, z. B. mit einem „Cool-Pack“ oder einem Eisbeutel. Der natürliche Lichtschutz der Haut ist ebenfalls Melanin. Dieses kann während der Behandlung ggf. zerstört werden. Darum sollte sich der Patient 2-3 Wochen weiterhin nicht sonnen oder in ein Solarium gehen. Auch in den folgenden Wochen sollte ein ausreichender Sonnenschutz bestehen, z. B. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Bei Reinigungs- und Pflegeprodukten, die auf den betroffenen Hautbereich aufgetragen werden, sollte darauf geachtet werden, dass sie keine reizenden Stoffe enthalten und pHneutral sind.

Kontraindikatoren

Es wird nur gesunde Haut behandelt. Kunden mit Herzschrittmachern oder bestimmten medikamentösen Behandlungen sowie Schwangere werden nicht behandelt.